Apple-Mania – Teil 1: Der Hype um die Apfel-ProdukteKaum ein Technologie-Unternehmen schafft es vermutlich so gut, die Öffentlichkeit zu steuern wie Apple. Selbst die Presse-Abteilung von Google könnte davon lernen.
Seit Monaten werden wir traktiert mit Nachrichten, Gerüchten und Falschmeldungen. Jeden Tag erfahren wir ein bisschen mehr, was das neue Tablet kann und was nicht, welche Firma die CPU liefert und dass die Akkus eventuell Probleme bereiten können. Es wird gemunkelt, wann die dritte Geräte-Generation des iPhones herauskommt und welche neuen Features das “Uber-Phone” (engl.) enthalten könnte. Kaum ein Tag, an dem nicht in meinem Lieblings-Technik-Aggregator Techmeme irgendeine Apple-Geschichte köchelt. Würde Apple-Boss Steve Jobs unter Flatulenz leiden, ich glaube, es würde haarklein diskutiert werden.
Die Presse- und Marketing-Abteilung in Cupertino versteht es offenbar geschickt, den Hype um jedes neue Apfel-Produkt zu orchestrieren. Social Media scheint dem Unternehmen sogar zu helfen. Eigentlich paradox. Denn Social Media steht ja eher für eine offene und transparente Kommunikation. Apple verfolgt jedoch augenscheinlich eine sehr restriktive Öffentlichkeitsarbeit: Es wird nur mit einer Stimme gesprochen, die Mitarbeiter sind angeblich dazu vergattert, keine Informationen nach außen zu kommunizieren. Andererseits verbreiten sich Neuigkeiten und Gerüchte dank Social Media in sekundenschnelle. Apple profitiert also von Twitter, Facebook und Co.
Eine komplett gegenteilige Erfahrung mußte um die Jahreswende Google machen: Dort haben viele Mitarbeiter vorab das neue Google Telefon, das Nexus One, erhalten. Ergebnis: Im Web kursierten schon vor der Vorstellung des neuen Mobiltelefons Fotos und Videos. Das Suchmaschinen-Unternehmen hat die Kommunikation über das neue Gerät bewußt nicht so streng reglementiert, wie es Apple für seine Produkte tut.
Auch die User und Kunden von Apple scheinen jedes neue Produkt frenetisch zu bejubeln. Sind die Apple-Kunden der Marke Apple also treuer als beispielsweise die Kunden von Microsoft? Wie schafft es Apple, diese Loyalität herzustellen, diese enge Kundenbindung? Wieso scheint diese strenge Kommunikationspolitik dem Unternehmen recht zu geben? Wieso wird der Run auf Apple-Produkte durch dieses Vorgehen wohl eher noch befördert?
Dazu werde ich morgen mit Dan Ariely sprechen. Er ist Professor am MIT und hat unter anderem das Buch Predictably Irrational: The Hidden Forces that Shape Our Decisions
geschrieben. Morgen will ich an dieser Stelle Teile aus dem Gespräch veröffentlichen.













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ja ja ich bin auch voll dabei und freu mich wie ein Irrer: http://redaktion42.wordpress.com/2010/01/21/apple-einladung-zum-27-januar-2010-ist-da/
Es ist wirklich erstaunlich wie penibel jeder kleinste Schritt des Unternehmens verfolgt wird und wie gierig die Fanboys auf jede noch so kleine Information sind. Selbst Gerüchte verbreiten sich zu diesem Thema schneller als Lauffeuer und im Endeffekt weiß trotzdem niemand wirklich was uns erwartet. Ich denke wir sollten einfach den 27. Januar abwarten und dann schauen, was Apple uns vorstellen will. Das erspart uns zumindest die eventuelle Enttäuschung, wenn es doch nicht kommt.