Als Kind habe ich mich stundenlang mit diesen Sammelalben beschäftigt. Mit den Nachbarskindern haben wir auf dem Trottoir sitzend um fehlende Bilder gefeilscht. Damit man diese “doofen” Alben voll bekam, half bisweilen nur monetäre Unterstützung. Natürlich nicht zu den üblichen Marktpreisen. Ich glaube, 30 Pfennige hat Ende der 70er, Anfang der 80er solch eine Packung Abziehbilder gekostet.
Angefangen hat es mit der Fernsehserie “Heidi”. Dann wurde man älter und Heide war definitiv eine Mädchenserie, daher ungeeignet, weil un-cool. Es gab die ebenfalls aus Japan kommenden Reihe ”Captain Future”; schließlich die Bilder alle Manschaften, die 1982 an der Fußball-Europameisterschaft in Spanien teilnahmen. Die Sammelleidenschaft wurde strapaziert. Und mein Taschengeld. Dann entdeckte ich die Hefte aller Bundesliga-Vereine. Sie kamen immer zum Beginn der Bundesliga-Saison raus. Ich stieg aus dem Sammel-Geschäfts aus. Das wurde zu anstrengend und kostete zuviel.
Das deutsch-amerikanische Start-Up SnipClip hat dieses interessante Geschäftsmodell ins digitale Zeitalter transferiert. SnipClip erlaubt es seinen Nutzern, virtuelle Sammelalben von Videoclips aus Filmen und TV-Serien zu erstellen und in sozialen Online-Netzwerken wie Facebook einzubinden.
Das im Januar 2008 in München gegründete Unternehmen hat dabei nicht nur das Endkundengeschäft im Blick: Firmen können SnipClip auch als Promotion-Tool einsetzen und so die User mit ihren Produkten in Kontakt bringen. Mit einem der drei Macher, mit Oliver Hanisch, habe ich im vergangenen Jahr dazu ein kleines Interview aufgenommen. Oliver sitzt für SnipClip im Silicon Valley. Dort wurde das 3-minütige Gespräch aufgezeichnet.
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Schönes Videointerview, aber warum ausgerechnet die üblichen Hände als Füllbilder.
Interessant für mich vor allem die letzte Frage, nach den Auswirkungen der Wirtschaftskrise, weil ich dort ein paar neue Einblicke erhaschen konnte, wie es so im Valley abgeht.