Von den legendären Auftritten des Steve Jobs hatte ich andere Bilder in Erinnerungen: Überraschungen, Visionen, Anstöße – gestern schien offenbar alles anders. Die Keynote von Jobs habe ich in weiten Teilen als großes Werbe- und Marketing-Event erlebt.
Das neue iPhone ist sicherlich gut, ja eine logische Fortentwicklung des Vorgängermodells frei nach dem Motto: schneller, schöner (?), schlanker und vor allem schärfer. Vieles davon findet sich aber schon seit längerem in den gängigen Modellen der anderen Hersteller: Videotelefonie, zwei Kameras, fünf MegaPixel Auflösung.
Einzig: auf das Look and Feel hat Apple nach wie vor ein Monopol. Auch Kollege Gutjahr, mit ich gemeinsam für 3Sat über die Konferenz berichte, war nach dem Auftritt von Jobs eher ernüchtert.
Android kommt näher und das weiß auch der hagere Apple-Boss. Die Stimmung, die er vorne auf der Bühne zu verbreiten versucht, war die eines Goldgräbers: Die Gold-Mine ist nahezu gänzlich exploriert, andere, neue Schürfgebiete locken. Deshalb sagt Jobs auch so “bei-Laune-halten” Sätze wie, dass bald zusammengenommen eine Milliarde iPods, iPhones und iPads verkauft seien – es lohne sich daher Apps für die Apple-Welt zu entwickeln und er zeigt auf eine Chart: Die Marktanteile der Smart-Phone-Hersteller in den USA. Android kommt da (noch) nicht so gut weg. Nur Platz 4 und 9 Prozent Marktanteil.
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Was habt ihr denn erwartet? Die können ja nicht immer einen raushauen. Da wird auf hohem Niveau “gejammert”. Vielleicht sind wir alle ein wenig zu verwöhnt?
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