Wenn ich eine Applikation auf meinem Windows 7 PC nicht mehr missen möchte, dann ist es KeePass. Eigentlich ein ganz harmloses Stück Software – dafür aber ungemein praktisch. Ich benötige das Program jeden Tag.
Das kostenlose Tool speichert all meine Passworte ab. Und diese werden in einer verschlüsselten Datei auf dem PC abgelegt. An die Datei komme ich nur ran, wenn ich das sogenannte Master-Password eingebe.
KeePass ist vor allem dann praktisch, wenn man viele verschiedene und sichere Logins im Internet benötigt. Angefangen von Facebook, über Twitter bis hin zum Bank-Konto, für das meist eine PinNummer benötigt wird. Ich speichere in meiner KeePass Datei außerdem noch meine Kreditkarten-Nummern.
Über die Kopierfunktion der Tastatur (Strg + c) klicke ich nur auf die Login-Daten – zum Beispiel, um in den geschützten Teil einer Website zu kommen – und für 20 Sekunden landet das Passwort im Zwischenspeicher meines Computers. Genug Zeit, um es mit der Tastenkombination Strg +v an die richtige Stelle im Formular einzufügen.
Habe ich eigentlich erwähnt, dass KeePass kostenlos ist?
Von der Software gibt es nicht nur eine App-Version für iPhone und iPad, sondern auch eine Linux-Version sowie eine spezielle Android-App.
Wer etwas mehr Risiko eingehen möchte, und sich beispielsweise beim Dienst „DropBox“ sicher fühlt, kann die verschlüsselte KeePass-Datei auch automatisch mit DropBox synchronisieren. Das hat den Vorteil, dass man unterwegs stets auf die aktuellen Passworte beziehungsweise auf die neu hinzugekommenen Passworte zurückgreifen kann. Außerdem wird die Passwort-Datei auf verschiedenen Rechnern wie Notebook, Tablet-PC, Smartphone stets aktuell gehalten. Einen 100%tigen Schutz gibt es nicht, DropBox ist in jedem Fall eine gute Möglichkeit, solch eine automatisierte Sychronisation vorzunehmen.
KeePass generiert auf Wunsch auch Passworte
Das Programm kann aber noch mehr als Passworte speichern – es erzeugt sie auch: Mit dem secure hash algorithm 256 (engl. für sicherer Hash-Algorithmus), kurz SHA . Laut Wikipedia werden für die Erzeugung des Hash-Wertes bei SHA-256 die Quelldaten in 512-Bit-Blöcke bzw. 16 32-Bit-Wörter aufgeteilt und iterativ mit 64 Konstanten und sechs logischen Funktionen verrechnet. Dabei wird mit einem Start-Hash aus acht 32-Bit-Wörtern begonnen. Dazu werden die ersten 32 Bits des Nachkommateils der Quadratwurzeln der ersten acht Primzahlen (2 bis 19) verwendet.
Gut, gell?
Die Software wurde übrigens von dem klugen Schwaben Dominik Reichl als Open Source geschrieben, der am Fuß der Schwäbischen Alb in Metzingen lebt. Es lohnt sich auf den Fall, das gute Werkzeug einmal auszuprobieren. Wenn man Dominik übrigens etwas Gutes tun möchte, beispielsweise, weil er die Software andauernd fortentwickelt, kann man ihm hier eine Spende zukommen lassen.



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Von meiner Seite spricht für KeePass vor allem der OpenSource Ansatz – daher empfehle ich KeePass auch allen meinen Kunden für die Speicherung von Passwörtern. Das Risiko, einen schwachen Verschlüsselungsalgorhythmus zu haben oder sogar eine Backdoor im Programm ist bei Open Source am geringsten.
Eine so stark verschlüsselte Datei kann man übrigens ruhig auf Dropbox speichern, das wäre meines Erachtens paranoid, das nicht zu tun, wenn man seine restlichen Daten auch dort hat.
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