Konvergenz: Klassische Medien und Web wachsen zusammen.

30. August 2010

Radio, Fernsehen und Internet wachsen weiter zusammen. Das ist eines der Erkenntnisse der ARD/ZDF Online-Studie 2010, die Mitte August erschienen ist.

Birgit van Eimeren, Leiterin der Unternehmensplanung und Medienforschung beim Bayerischen Rundfunk in München, sieht weiter einen Verdrängungswettbewerb bei den Zeitungen. Ganz anders auf dem Fernsehmarkt: Dort nimmt die Nutzung weiter zu.  Mit 244 Minuten täglichen Fernsehkonsums in Deutschland sei das der höchste Wert seit Einführung der GfK-Messung. Gerade für TV-Macher sei dies eine große Chance, weil sich Fernsehen und Internet gegenseitig befruchteten, so van Eimeren im Gespräch mit meinem Kollegen Richard Gutjahr.

Am beliebtesten sind vor allem Onlinevideos mit 65 Prozent der Nutzer. Das ist für die meisten wichtiger als viele Web-2.0-Aktivitäten.

Mehr als 40 Prozent aller Internetnutzer seien in einem sozialen Netzwerk registriert. Zurückhaltender verhielten sich die  Internetnutzer in Deutschland, wenn es darum gehe, selbst aktiv zu werden.

Der Anteil der Twitter-Nutzer liege in Deutschland mittlerweile bei 3 % oder 1,5 Mio. Menschen. Am Beispiel der NRW-Wahl haben man sehen können, so van Eimeren, dass Blogs sehr wohl wahrgenommen und von den klasssischen Medien zunehmend aufgegriffen würden.

Links:
Ergebnisse der ARD/ZDF Onlinestudie 2010
Ausführliche Ergebnisse der Studie
Interview mit Birgit van Eimeren zur ARD/ZDF Onlinestudie 2009

[Disclaimer: Richard Gutjahr und ich sind Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks]

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