Apple kümmert sich besser um seine Kunden als viele andere, vergleichbare Unternehmen, sagt MIT-Professor und Buchautor Dan Ariely. Der Apfel-Konzern denke voraus, stecke sehr viel Aufwand in eine intuitive Benutzerführung. Das belohnten die Apple-Kunden mit besonderer Loyalität. Andererseits scheint Apple gezielt den Markt für seine neuen Produkte zu präparieren, in dem es bereits vor der Veröffentlichung immer wieder für Gesprächsstoff sorgt.
Würde das Apple Tablet ohne große Ankündigung auf dem Markt angeboten, hätten potentielle Konsumenten gar keine Zeit, sich auf das Produkt “vorzubereiten”. Diese Ankündigungspolitik der kleinen Häppchen ist nach den Worten des aus Israel stammenden Wirtschaftspsychologen ein wichtiges Kriterium, um das Feuer am köcheln zu halten und die Vorfreude auf das Produkt zu steigern.
Gleichzeitg gelinge es dem Unternehmen immer wieder zu überraschen: Mit Produktneuheiten, die es so auf dem Markt bislang nicht gibt. Dadurch könne Apple ohne große Rücksichtnahme auf Mitbewerber mehr oder minder selbst seine Preise festlegen. Denn vergleichbare Produkte gebe es nicht. Auch hier, so Ariely, gehe das kalifornische Unternehmen in seiner Preispolitik geschickt vor.
Für knapp vier Minuten Interview mit Dan Ariely einfach auf den Play-Button klicken. Mehr zum Start des neuen Apple Tablet gibt es übrigens kommenden Samstag in der Sendung “Computer & Kommunikation” des Deutschlandfunks.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Kaum ein Technologie-Unternehmen schafft es vermutlich so gut, die Öffentlichkeit zu steuern wie Apple. Selbst die Presse-Abteilung von Google könnte davon lernen.
Seit Monaten werden wir traktiert mit Nachrichten, Gerüchten und Falschmeldungen. Jeden Tag erfahren wir ein bisschen mehr, was das neue Tablet kann und was nicht, welche Firma die CPU liefert und dass die Akkus eventuell Probleme bereiten können. Es wird gemunkelt, wann die dritte Geräte-Generation des iPhones herauskommt und welche neuen Features das “Uber-Phone” (engl.) enthalten könnte. Kaum ein Tag, an dem nicht in meinem Lieblings-Technik-Aggregator Techmeme irgendeine Apple-Geschichte köchelt. Würde Apple-Boss Steve Jobs unter Flatulenz leiden, ich glaube, es würde haarklein diskutiert werden.
Die Presse- und Marketing-Abteilung in Cupertino versteht es offenbar geschickt, den Hype um jedes neue Apfel-Produkt zu orchestrieren. Social Media scheint dem Unternehmen sogar zu helfen. Eigentlich paradox. Denn Social Media steht ja eher für eine offene und transparente Kommunikation. Apple verfolgt jedoch augenscheinlich eine sehr restriktive Öffentlichkeitsarbeit: Es wird nur mit einer Stimme gesprochen, die Mitarbeiter sind angeblich dazu vergattert, keine Informationen nach außen zu kommunizieren. Andererseits verbreiten sich Neuigkeiten und Gerüchte dank Social Media in sekundenschnelle. Apple profitiert also von Twitter, Facebook und Co.
Eine komplett gegenteilige Erfahrung mußte um die Jahreswende Google machen: Dort haben viele Mitarbeiter vorab das neue Google Telefon, das Nexus One, erhalten. Ergebnis: Im Web kursierten schon vor der Vorstellung des neuen Mobiltelefons Fotos und Videos. Das Suchmaschinen-Unternehmen hat die Kommunikation über das neue Gerät bewußt nicht so streng reglementiert, wie es Apple für seine Produkte tut.
Auch die User und Kunden von Apple scheinen jedes neue Produkt frenetisch zu bejubeln. Sind die Apple-Kunden der Marke Apple also treuer als beispielsweise die Kunden von Microsoft? Wie schafft es Apple, diese Loyalität herzustellen, diese enge Kundenbindung? Wieso scheint diese strenge Kommunikationspolitik dem Unternehmen recht zu geben? Wieso wird der Run auf Apple-Produkte durch dieses Vorgehen wohl eher noch befördert?
Im Silicon Valley scheint man sich einig: Google ist mit seinem ersten Smart-Phone Nexus One ein Achtungserfolg gelungen. Es verfügt über einen schnellen Prozessor, hat vom Start weg schone eine große Anzahl kostenlose Apps mit an Bord und bietet ein für Mobiltelefone wohl neues “Surfvernugen”.
Auf dem Nexus One ist die jüngste Version 2.1 des Google-Betriebssystems Android installiert. Das Telefon hat einen 9,4 Zentimeter großen Touchscreen-Bildschirm, ist 11,5 mm schmal und wiegt 130 Gramm. In Deutschland soll das Gerät vermutlich im Februar auf den Markt kommen. Hier wird offenbar Vodafone Vertriebspartner sein. Man kann davon ausgehen, dass es das Gerät aber nur über eine Google Website zu kaufen gibt. Dort hat man dann die Wahl, ob man das Nexus mit oder ohne Vertragsbindung kaufen möchte. In den USA bezahlt man mit einem Vertrag von T-Mobile umgerechnet einmalig 124 Euro. Die simlock-freie Variante ohne Bindung an einen Mobilfunkanbieter gibt es für umgerechnet 370 Euro. Wie weit sich die Preise hierzulande dann tatsächlich von den US-Preisen unterscheiden werden, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
Nicht perfekt, aber schon sehr nahe dran, meint auch der deutschstämmige Tech-Journalist Frederic Lardinois, der für das Technologie-Blog readwriteweb.com in Portland, Oregon schreibt. Beeindruckt hat den 30jährigen vor allem der sehr schnelle, 1 GHz Qualcomm Prozessor des Nexus One. Auch die schnörkellose Sprachsteuerung hat es ihm angetant. Hier ist das Nexus dem iPhone voraus. In den meisten anderen Disziplinen jedoch nicht.
Der Abstand zum derzeit besten Smartphone scheint aber zu schmelzen. “Es fühlt sich an wie ein iPhone”, sagt Frederic: “Bildschirm, Akku, im Netz surfen – alles funktioniert perfekt”. Ob er sein Apple iPhone dennoch und endgültig gegen ein Nexus One tauschen würde? Mehr im vierminütigen Audio-Interview und in der Sendung “Computer und Kommunikation” des Deutschlandfunks.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Kurzfristig dürfte ein möglicher Rückzug von Google aus China nur geringe wirtschaftliche Folgen für das kalifornische Suchmaschinen-Unternehmen haben. Die Analysten von JP Morgan schätzen, dass Google in diesem Jahr einen Umsatz von bis zu 600 Mio. US-Dollar in China machen dürfte. Zum Vergleich: Das chinesische Suchmaschinen-Unternehmen Baidu, das den chinesischen Markt dominiert und alle Zensur-Auflagen des Regimes brav erfüllt, soll in diesem Jahr rund 900 Millionen Dollar Einnahmen verbuchen. Aber selbst jene 600 Mio. US-Dollar sind, wenn man die Gesamteinnahmen von Google betrachtet, vergleichsweise gering; Analysten rechnen bei Google mit einem Umsatz von 26 Milliarden Dollar in diesem Jahr. Da würde ein Wegfall der Einnahmen aus China gerade mal zwei Prozent ausmachen. Auf lange Sicht jedoch könnte ein Fernbleiben vom chinesischen Markt - mit seinen 300 Millionen Online-Nutzern der größte Internetmarkt der Welt – schaden.
Die Erklärung von Google Justitiar David Drummond ist ungewöhnlich: Im Jahr 2006 startete Google mit seiner chinesischen Suchmaschine. Die Entscheidung, sich in diesem Land, in einer Diktatur, engagieren zu wollen, ist seinerzeit ja im vollen Bewusstsein um die massive Zensur und die fortwährenden Cyber-Attacken geschehen. Wer in China als westliches Unternehmen mitspielen will, muss sich dem Diktat der Machthaber beugen. Wie viele deutsche, europäische und amerikanische Unternehmen auch, hat sich Google diesen Regeln unterworfen. Fotos von Aufbegehren der Dissidentenbewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Jahr 1989 sucht man auf der chinesischen Google-Fotosuche ebenso vergeblich wie Bilder oder Texte des Dalai Lama.
Wer die Gepflogenheiten in China kennt und weiß, wie tief sich fast alle westlichen Unternehmen vor dem chinesischen Regime verbeugen müssen, um in diesem Land überhaupt Geschäfte machen zu dürfen, vermag die Sprengkraft des Google Statements zu erahnen. Sicher ist: Für Google wird es wohl kaum einen Weg zurück nach China geben. So deutliche Worte sind die Machthaber in Peking nicht gewohnt. Doch wer folgt auf Google? Wird Microsoft die Gunst der Stunde nutzen, und versuchen mit seiner Suchmaschine Bing auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen? In den nächsten Monaten sicherlich nicht. Nicht, nachdem sich jetzt sogar auch US-Außenministerin Clinton eingeschaltet und die Angelegenheit zum Politikum gemacht hat.
Der Applaus für Google ist sehr groß. Angesichts eines drohenden Einnahmerückgangs von vermutlich zwei Prozent, ist die Rückzug finanziell wohl in jedem Fall zu verschmerzen. In anderen Ländern, allen voran in Europa, ist Google eine andere Marktmacht gewohnt. In China ist man “nur” Nummer 2. Ungewöhnlich für die Kalifornier. Und das vermutlich auf ewig – zumindest solange, wie das Land nicht demokratisch regiert wird und Unternehmen nicht wirklich frei agieren können. Google hat sich ein weiteres Wachstum in China verbaut: Manch Informatiker wird es sich zweimal überlegen, ob er im chinesischen Google-Büro anheuert. Aber auch die Werbekunden werden wohl deutlich weniger bei einem Unternehmen Anzeigen buchen, das sich auf dem Rückzug befindet. Ganz zu schweigen, was die Google-Angestellten in Peking denken mögen, die sich vermutlich bald neue Jobs suchen können.
Viele Kommentatoren vermuten hinter der Rückzugs-Erklärung deshalb noch ein anderes Kalkül: In den vergangenen Monaten musste das Unternehmen vermehrt Kritik ob seiner Marktmacht einstecken. Der China-Rückzug könnte, so die Vermutung, ein kluger PR-Schachzug sein, um die Kritiker, die in den USA und Europa immer lauter werden, zu besänftigen. Getreu dem Unternehmensmotto: We are not evil.
Kollege Richard Gutjahr hat in seinem Blogeintrag einfach alles gesagt, was man zu unserer TV-Reportage über das Silicon Valley noch sagen kann. (Nur die positiven Passagen über mich – die sind gnadenlos übertrieben )
Eine Petitesse brennt mir aber noch unter den Nägeln, über die ich auch drei Wochen nach unserem Interview mit der Suchmaschinen-Chefin von Google, Marissa Mayer, ab und an nachdenken muss.
Eines vorweg: Mein Bild von Google war immer ein weithin positives. Mir ist kein Unternehmen bekannt, das das Web so beeinflusst und vorangebracht hat, wie Google. In meinen Audio-Beiträgen für den Bayerischen Rundfunk, den Deutschlandfunk und andere, habe ich mich dutzende Male mit Google beschäftigt. Nicht unkritisch, eben in der gebotenen Sachlichkeit.
Was mich allerdings total überrascht hat, wie komplett unsouverän man bei der Firma Google mit einem im Grunde leidlich kritischen Interviews umgeht und wie “pissed” man sich zeigt gegenüber einem aus amerikanischer Sicht weit entfernten ARD-Sender.
Hintergrund war, wie bei Richard bereits geschildert, unser knapp sechsminütiges TV-Interview mit Marissa Mayer, das wir am Rande des Web 2.0 Summit kurzfristig mit der Suchmaschinen-Chefin aufzeichnen konnten. Kurz vorher haben wir die für uns wichtigsten Fragen diskutiert. Zum einen war das der Deal zwischen Microsoft/Bing und Twitter sowie zwischen Google und Twitter, der an diesem Tag von den beiden großen Unternehmen mit wenigen Stunden Abstand auf dem Summit verkündet worden war. Zum anderen wollten wir Marissa Mayer fragen, wie man bei Google mit der zunehmenden Kritik von Verlegerseite umgeht. Unsere Fragen waren, wie man an dem Interview unten sehen kann, nicht besonders “ausgefeilt” oder gar tiefschürfend, das war auch in der Kürze der Zeit nicht möglich.
Umso überraschter waren wir dann als der oberste Presse-Chef von Google, der während des Interviews die ganze Zeit zu meiner Linken gesessen und alle meine Fragen offenbar mitgeschrieben hatte, uns zwei Stunden später in der Lobby des Westin Hotels ansprach. Dass er ziemlich sauer und wütend über uns war, wurde uns nach dem ersten Satz klar: “We are the f…… most innovative company in the world” erklärte er uns laut. “Wieso sprecht ihr nicht über die vielen Innovationen, die Google herausbringt”? Wir hätten es ohnehin doch nur auf einen Konflikt angelegt. Und im Übrigen: Das Interview mit Marissa Mayer sei nicht förderlich für unseren Wunsch gewesen, auf dem Gelände von Google zu drehen.
Rumms. Das saß. Hallo? Wir sind es doch nur, zwei kleine Reporter vom Bayerischen Rundfunk.
[Für eine HD-Version des Interview bitte einfach auf den Vollbild-Button im Player klicken]
Am kommenden Dienstag, also Morgen – 10. November – läuft im Bayerischen Fernsehen eine Reportage von Kollege Richard Gutjahr und mir. Titel: Goldrausch 2.0 – Ein Münchner im Silicon Valley.
Richard und ich waren vor zwei Wochen für eine Woche in der Bay Area und haben den Münchner Unternehmer und Yigg.de-Geschäftsführer Michael Reuter portraitiert. Wir haben ihn bei seinen Gesprächen im Valley begleitet und ihm über die Schulter geblickt. In dieser Woche haben wir nicht nur auf dem Web 2.0 Summit von Tim O’Reilly gedreht, sondern auch bei Faceboook, Plastic Logic und eine Reihe anderer Firmen.
Deshalb bitte vormerken oder am besten weitersagen: Bayerisches Fernsehen, Dienstag, 10. November um 21 Uhr 15, direkt nach der Rundschau.
Weitere Sendetermine folgen, u.a. in Phoenix und vermutlich auch 3Sat. Während unserer siebentägigen Reise ins Valley ist natürlich nicht nur die halbstündige Sendung entstanden, die wir übrigens komplett in Full-HD aufgenommen haben, es sind auch zwei andere Beiträge entstanden, die in den kommenden Tagen im Bayerischen Fernsehen sowie in der ARD laufen werden. Dazu später mehr, sobald die Sendetermine feststehen.
PS: Fetten Dank an Bernhard Angermayr, den besten Cutter von Welt, der für jeden unserer Sonderwünsche ein offenes Ohr hatte und während des Schnitts in der vergangenen Woche immer genau wusste, was wir wollten, obwohl wir es noch gar nicht gesagt hatten…..
Sein Büro hat er direkt unterm Dach: Ganz oben in einem schmucken Haus, in Fußweite zum Pazifischen Ozean in der Half Moon Bay, knapp 50 Kilometer südwestlich von San Francisco.
Robert Scoble sitzt vor seinem hochkant gestellten Apple-Monitor und twittert als wir in sein Dach-Büro kommen. Daneben ein Notebook und ein Fotoapparat, den er als Videokamera benutzt. Er erklärt uns seine Welt des Internets, immer wieder zeigt er während des Gesprächs auf eine große Magnet-Tafel. Auf dieser hat er die wichtigsten Themen festgehalten.
Der 44jährige gehört schon fast zum „Urgestein“ im Silicon Valley. Mit seinem Weblog, seinen Videos-Interviews ist er eine fest Größe im Valley. Robert ist ein „Geek“ – einer der sich für Technik, Web, Vernetzung interessiert, der meist ein paar Tage oder Wochen früher weiß, wohin die Reise geht, welche Trends oder Ideen sich durchsetzen werden, welches Unternehmen künftig schnell wachsen wird oder welches bald dicht macht.
Dabei hat der in New Jersey geborene Journalist einen anderen Weg gewählt, als Michael Arrington, der mittelweile mit seinem Blog „Teccrunch“ unter die Verleger gegangen und dort als Unternehmer sehr erfolgreich ist: Scoble hat sich festanstellen lassen, anstatt frei oder gar als Unternehmer, als Herausgeber zu arbeiten. Teamarbeit liegt ihm nicht so sehr, sagt Scoble. Außerdem habe er eine Familie zu ernähren und ein Haus abzuzahlen, da sei ihm eine Festanstellung sicherer. Nach Stationen bei Microsoft und Fast Video arbeitet er jetzt für ein Web-Hosting-Unternehmern, das ihm freie Hand lässt.
Mehr über Robert Scoble gibt es in unserem Interview, das Richard Gutjahr und ich geführt haben.
[Um das Interview in HD (1280 x 720) zu sehen, einfach auf den "Vollbild-Button" im Videoplayer drücken.]
Ein paar kleine Zeitraffer-Aufnahmen, die am Freitagabend in San Francisco entstanden sind. Die Aufnahmen wurden mit einer Panasonic HPX301e in Full HD und 50i gemacht. Im Vollbildmodus, also 25p, lassen sich mit der Kamera leider (noch) keine Aufnahmen machen. Die Bilder sind ohne Ton, ich habe sie gestern Nacht schnell mal rausgerendert. Kollege Richard Gutjahr und ich wollen sie eventuell für unsere TV-Reportage über das Silicon Valley verwenden, die am 10. November um 21.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wird.
Die morgendlichen Gerüchte hier auf dem Web 2.0 Summit haben sich bestätigt: Microsoft hat heute eine strategische Allianz mit Twitter und Facebook verkündet.
Vor ca. 500 anwesenden Teilnehmern des Web 2.0 Summits haben Qi Lu, Internet-President von Microsoft gemeinsam mit Bing-Senior VP Yusef Medhi die Bombe platzen lassen: Nicht nur, dass Microsoft den kompletten Datenstrom von Twitter in seine Suchmaschine Bing integriert, zusätzlich bietet Bing auch eine ganze Reihe von Twitter-Tools, so z.B. Trending Topics, Search-Engines und Spam-Blocker, um die Arbeit mit Twitter komfortabler zu machen. Raunen und Szenen-Applaus gab es hier beim Web 2.0 Summit als Yusuf Mehdi, Senior VP Microsoft-Bing die neuen, integrierten Bing-Twitter-Tools vorstellte. Seit Monaten schon, so Mehdi, arbeite man an der Integration des Twitter-Datenstroms.
Für Google ist die neue Allianz ein schwerer Schlag – so dachte man. Doch nur wenige Stunden nach der Bing-Ankündigung zog die Suchmaschinen-Chefin von Google nach: Marissa Mayer verkündete auf dem Web 2.0 Summit, dass auch ihr Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit Twitter abgeschlossen habe.
Mein Kollege Richard Gutjahr und ich haben auch den Veranstalter des W2S zu den Implikationen des Bing-Twitter-Deals befragt – zum Zeitpunkt unseres Interviews war allerdings noch nicht klar, dass auch Google einen wohl ähnlichen Abschluss mit Twitter auf dem W2S verkünden würde.