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	<title>Marcus Schuler &#187; BBC</title>
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		<title>Marcus Schuler &#187; BBC</title>
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		<title>A German view on English football</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 09:06:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[Football]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Donnerstag haben mich die Kollegen der BBC gefragt, ob ich für sie einen kleinen Gastbeitrag zum Fußball-Klassiker Deutschland-England, der uns heute erwartet, verfassen könnte. Voilà. Die englische Original-Version gibt es auf der Website der BBC. Ich darf keine deutsche Fahne am Auto anbringen. Das hat mir meine Frau verboten. Dabei dürfen alle deutschen Männer mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div class="tweetmeme_button" style="float: left; margin-right: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p><em>Am Donnerstag haben mich die Kollegen der BBC gefragt, ob ich für sie einen kleinen Gastbeitrag zum Fußball-Klassiker Deutschland-England, der uns heute erwartet, verfassen könnte. Voilà. <a title="BBC Online &quot;A German view on English football&quot;" href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/10412377.stm" target="_blank">Die englische Original-Version gibt es auf der Website der BBC</a>.</em><em> </em></p>
<p>Ich darf keine deutsche Fahne am Auto  anbringen. Das hat mir meine Frau verboten. Dabei dürfen alle deutschen Männer  mit der Fahne Autofahren.</p>
<p>Mein Frau glaubt, das ist  nationalistisch. Meine Frau versteht nichts von Fußball. Während der Spiele  spielt sie lieber mit dem neuen iPad. Denn während der WM habe ich ja keine Zeit  für sie. Übrigens: Ich bin kein Nationalist. Und ich verstehe gar nicht, warum  die britische Boulevard-Zeitung Sun titelt: <a title="The Sun" href="http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/sport/football/worldcup2010/3028424/Jermain-Defoe-says-England-are-primed-to-beat-Germany.html" target="_blank">„Get ready for Germ Warfare“</a>.</p>
<p>Ich  liebe Fußball ausschließlich während der WM, ansonsten ist mir das Gekicke in  der Bundesliga eigentlich egal.  Wie so vielen meiner Landsleute.  Trotzdem laufen jetzt alle mit Fähnchen rum oder lächerlichen Perücken in  Schwarz-Rot-Gold. Und dass  wir jetzt gegen England spielen müssen, macht niemanden wirklich glücklich. Da  nagt und bohrt immer noch dieser schreckliche Moment von damals. Sie wissen  schon. Russischer Schiedsrichter. Ball hinter der Linie? Jeder Deutsche hat  diese Bilder schon tausend Mal gesehen. Außerdem haben wir nichts gegen  Engländer. Im Gegenteil. Lady Diana war auch unsere Königin der Herzen. Die  Trinkfreude unserer Hooligans ist auf englischem Niveau. Nur Fußball spielen  wollen wir nicht gegen sie. Wegen damals. Apropos: Ist der Schiedsrichter  eigentlich Russe? Dann brauch ich einen ganzen Wald von  Fahnen.</p>
<p>Ernsthaft:  Wenn ich mich mit meinen englischen Freunden  über Fußball unterhalte, fällt kein einziges Mal das Wort „Blitzkrieg“ oder  „Fritz“.  Ich verstehe gar nicht, weshalb seit Jahrzehnten die  britische Presse, insbesondere die &#8220;Tabloids&#8221; die immer wieder  gleichen, abgedroschenen Bilder bemüht. Fällt den englischen Kollegen nicht mal was  besseres ein? Merken sie nicht, dass sie vermutlich Schlagzeilen erfinden, die  am Publikum vorbei gehen?</p>
<p>Der Zweite  Weltkrieg ist lange Vergangenheit. Ich bin 1971 geboren. Die erste Fremdsprache,  die ich in der Schule gelernt habe, war englisch. Natürlich war ich während  meiner Schulzeit auch in England und habe ungemein humorvolle, liebenswerte  Menschen kennengelernt, die uns oft sehr ähnlich sind (mal abgesehen von dem  wässrigen Bier, das sie dort trinken.) Mein Verdacht: Manchem Journalisten auf der Insel ist die Kreativität abhanden gekommen.</p>
<p>Nur eine Begegnung ist für uns Deutsche wie ein rotes Tuch: Deutschland &#8211; Holland. Da werden viele schlechte Erinnerung wach: Zum Beispiel jene Szene als Frank Rijkaard bei der WM 1990 in Italien Rudi Völler bespuckte. Keine deutsche Mannschaft spielt gerne gegen die Holländer.</p>
<p>Ich glaube,  die Menschen in England freuen sich genauso wie wir auf ein spannendes  Fußballspiel. Ja, einen Klassiker. Mit ganz vielen Emotionen. 90 Minuten  Hochspannung. Ein faires Spiel, bei dem am Ende nur eine Mannschaft als Sieger vom Platz  gehen kann.</p>
<p>Und dieses Mal wird es sehr spannend: Deutschland hat eines  der jüngsten Teams seiner Fußball-Geschichte. Die Engländer haben Stars wie Wayne  Rooney, der aber leider keine Tore mehr schiesst. (Hoffentlich). Und ich vergaß: Wir haben ja unsere 11-Meter-Spezialisten&#8230;</p>
<p>Übrigens  noch eine Meinung von neutraler Seite: Der Koch unserer Kantine ist Schweitzer.  Er meinte: &#8220;Am Sonntag gewinnen die Deutschen.&#8221;<br />
&#8220;Weshalb?&#8221;, frage ich ihn.<br />
&#8220;Ihr habt  so eine junge Mannschaft, die wird mit jedem Spiel besser. Und so stark sind die  Engländer auch nicht.&#8221;</p>
<p>Ich bin anderer Meinung als unser Koch. Ich hoffe, dass  wir gegen England verlieren. Wer will schon im Viertelfinale gegen Argentinien  spielen?</p>
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		<title>Vorbild BBC &#8211; &#8220;The Virtual Revolution&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 08:29:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Aleks Krotoski]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[The Virtual Revolution]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern lief im britischen Fernsehen auf BBC2 und BBC HD eine neue Dokumentarreihe über die Entstehung und Bedeutung des Internets. Der Titel der ersten Folge lautete &#8220;The Great Levelling?&#8221;. Darin ging es hauptsächlich um die Entstehung des Netzes, die kulturellen Einflüsse sowie die Auswirkungen des Webs auf unsere heutige Gesellschaft und unser Wirtschaftsleben. Bislang traten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.marcus-schuler.com/2010/01/31/vorbild-bbc-the-virtual-revolution/" title="Permanent link to Vorbild BBC &#8211; &#8220;The Virtual Revolution&#8221;"><img class="post_image alignnone frame" src="http://www.marcus-schuler.com/wp-content/uploads/2010/01/BBC1.jpg" width="540" height="266" alt="Website " /></a>
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			</a>
		</div>
<p>Gestern lief im britischen Fernsehen auf <a href="http://www.bbc.co.uk/virtualrevolution/" target="_blank">BBC2</a> und<a href="http://www.bbc.co.uk/virtualrevolution/" target="_blank"> BBC HD</a> eine neue Dokumentarreihe über die Entstehung und Bedeutung des Internets. Der Titel der ersten Folge lautete &#8220;The Great Levelling?&#8221;. Darin ging es hauptsächlich um die Entstehung des Netzes, die kulturellen Einflüsse sowie die Auswirkungen des Webs auf unsere heutige Gesellschaft und unser Wirtschaftsleben. Bislang traten US-Vizepräsident Al Gore, HTML-Erfinder Tim Berners-Lee, Apple-Mitbegründer Steve Wozniak, Bill Gates sowie einige andere auf. Insgesamt gibt es vier einstündige Sendungen, die jeweils samstags von 21 Uhr 30 bis 22 Uhr 30 gesendet werden.</p>
<p>Präsentiert werden die vier Folgen von <a href="http://alekskrotoski.com/" target="_blank">Aleks Krotoski</a>, einer jungen Journalistin, die für die sehr internetfreundliche britische Tageszeitung &#8220;<a href="http://www.guardian.co.uk/" target="_blank">The Guardian</a>&#8221; schreibt. Sie betreut dort unter anderem den wöchentlichen <a href="http://www.guardian.co.uk/profile/alekskrotoski" target="_blank">Technologie-Podcast</a>. Im vergangenen Jahr hat sie im Fach Psychologie promoviert. Thema: Wie sich Informationen über die sozialen Netzwerke des Internets verbreiten.</p>
<div id="attachment_1190" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px">
	<img class="size-full wp-image-1190 " title="Moderatorin und Guardian Journalistin Aleks Krotoski" src="http://www.marcus-schuler.com/wp-content/uploads/2010/01/aleks.jpg" alt="" width="540" height="304" />
	<p class="wp-caption-text">Moderatorin Aleks Krotoski</p>
</div>
<p>Mir gefällt diese neue Doku unglaublich gut. Sie ist allein filmisch hervorragend gemacht -alles ist in HD gedreht, keine Einstellung scheint dem Zufall überlassen, die Bildgestaltung ist für mein Empfinden stimmig und gelungen. Selbst Interview-Szenen, die von der Schulter gefilmt sind und spontan wirken, wurden brillant umgesetzt. Zusammenhänge über die Entstehung des Netztes, seine heutige Bedeutung, werden nachvollziehbar erklärt. Ich bin immer wieder fasziniert, wie es die BBC-Leute schaffen, geschickt einen Zusammenhang herzustellen und beim Zuschauer für ein Aha-Erlebnis sorgen.</p>
<p>Bei solch einer Serie versteht es sich für BBC-Verhältnisse natürlich von selbst, dass das <a href="http://www.bbc.co.uk/virtualrevolution/productionteam.shtml" target="_blank">Produktionsteam</a> bloggt und twittert. Außerdem werden <a href="http://www.bbc.co.uk/virtualrevolution/credits.shtml" target="_blank">alle Quellen</a>, also Websites, Blogs, Foren, Blog-Kommentare aufgelistet und &#8211; wo es möglich ist &#8211; verlinkt. So sorgt die BBC für weitere kostenlose PR, in dem die verlinkten Blogs vermutlich ihrerseits wieder auf die Sendung verweisen dürften.</p>
<div id="attachment_1187" class="wp-caption alignleft" style="width: 200px">
	<a href="http://www.bbc.co.uk/virtualrevolution/videos.shtml"><img class="size-full wp-image-1187 " title="BBC Material zum Herunterladen" src="http://www.marcus-schuler.com/wp-content/uploads/2010/01/Clips.jpg" alt="" width="200" height="131" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Roh Material zum Download</p>
</div>
<p><strong><em>Drehmaterial zum Download und Weiterverwendung</em></strong></p>
<p>Was für mich aber der eigentliche springende Punkt an dieser Doku-Reihe ist: Ein Großteil des Materials der Reihe darf man als Privatperson herunterladen und nutzen. Dabei sind die <a href="http://www.bbc.co.uk/virtualrevolution/makeyourown.shtml" target="_blank">Downloads</a> nicht etwa auf das Interview-Rohmaterial beschränkt. Im Gegenteil: Viele Aufnahmen &#8211; ein Kollege würde dazu &#8220;Beauty Shots&#8221; sagen &#8211;  Tricksequenzen und eben die Interviews &#8211; all dies darf man sich bei der BBC herunterladen, neu zusammenschneiden und auf seine Website stellen. <a href="http://www.bbc.co.uk/virtualrevolution/digitalrevolution_licence.shtml" target="_blank">Einzige Bedingungen</a>: Das Material darf nicht kommerziell genutzt werden. Außerdem: Die BBC muss als Quelle genannt werden.</p>
<div id="attachment_1177" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px">
	<a href="http://www.marcus-schuler.com/wp-content/uploads/2010/01/sf.jpg"><img class="size-full wp-image-1177" title="San Francisco" src="http://www.marcus-schuler.com/wp-content/uploads/2010/01/sf.jpg" alt="Screenshot aus der BBC Doku &quot;The Virtual Revolution&quot;" width="540" height="304" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Screenshot aus der BBC Reihe &quot;The Virtual Revolution&quot; auf BBC2 und BBC HD</p>
</div>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.marcus-schuler.com/wp-content/uploads/2010/01/sf.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1177" title="San Francisco" alt="" /></a><strong><em>Vorbild BBC</em></strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong><em><span style="font-style: normal; font-weight: normal;">Ich persönlich halte diesen Schritt der BBC, Material öffentlich zugänglich zu machen oder zumindest Teile davon für vorbildhaft. Ich glaube, dass dadurch gerade bei einem jüngeren Publikum die Akzeptanz des Licence Fee (Rundfunkgebühr) gesteigert werden kann. Wenn man schon mit Material auf Facebook und YouTube präsent ist, ist es im Grunde nur noch ein kleiner Schritt, Film- Bild- und Ton-Material für Mash-Ups freizugeben.</span></em></strong></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Sicherlich dürfte diese Entscheidung manchem Juristen innerhalb der BBC nicht leicht gefallen sein. Andererseits bietet sich das Freigeben von Material, gerade bei solch einem Thema, geradezu an. Einen ganz ähnlichen Weg geht übrigens schon seit längerem NPR (National Public Radio) in den USA, das sich allerdings nicht durch Gebühren sondern Spenden finanziert. Bei <a href="http://www.npr.org/api/index" target="_blank">NPR</a> erlaubt man zum Teil auch die Weiterverwendung von Audio-Clips und Texten und hat eigens dafür mehrere APIs entwickelt.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><em><strong>Eventuell in der nächsten Woche auch via iPlayer international zu sehen</strong></em></p>
<p>Schade nur, dass man &#8220;The Virtual Revolution&#8221; nicht auch in Deutschland sehen kann. Ich habe parallel zur Ausstrahlung versucht, die Sendung im Web via BBC iPlayer zu empfangen, was wegen des Geo-Blockings leider nicht funktionierte. Das könnte sich im Laufe der nächsten Woche ändern.</p>
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