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	<title>Marcus Schuler &#187; FriendFeed</title>
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		<title>Marcus Schuler &#187; FriendFeed</title>
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		<title>Facebook kauft FriendFeed. Und Google?</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 12:54:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.marcus-schuler.com/2009/08/11/facebook-kauft-friendfeed-und-google/" title="Permanent link to Facebook kauft FriendFeed. Und Google?"><img class="post_image alignleft frame" src="http://www.marcus-schuler.com/wp-content/uploads/2009/08/halfMoonBay2.jpg" width="326" height="192" alt="Marcus, Robert, Sarik, Joerg" /></a>
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			</a>
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<p>Im April saßen wir bei &#8220;Überblogger&#8221; <a href="http://scobleizer.com/">Robert Scoble</a> abends im Wohnzimmer und Robert zeigte uns seine Videoaufnahmen, die er ein paar Tage zuvor bei einer Pressekonferenz von <a href="http://friendfeed.com/">FriendFeed</a> gemacht hatte. Scoble war sichtlich begeistert vom neuen Interface, das FriendFeed ein paar Tage später einführen sollte. Vor allem die Echtzeitsuche und die Möglichkeit, mehr als nur 140 Zeichen absetzen zu können, schienen es ihm angetan zu haben.</p>
<p>Was bei Produktdemos ja häufig der Fall ist, wenn Leute, die die Software selbst programmiert haben, sie vorführen, sieht es kinderleicht aus. Alle Verlinkungen und Anwendungen machen auf den ersten Blick Sinn. Und in der Tat ist FriendFeed ja auch wirklich eine sehr praktische Ergänzung. Es ist so ein &#8220;Mittelding&#8221; zwischen <a href="http://www.twitter.com">Twitter</a> und <a href="http://www.facebook.com">Facebook</a>. Keine Plattform, die ich als erste Anlaufstelle ansteuern würde, aber ein Dienst, der es erlaubt, bei Twitter einen Tweet abzusetzen, um dann bei FriendFeed in Echtzeit weiterzudiskutieren ohne Beschränkung auf 140 Zeichen. Praktisch auch deshalb, weil ich nach Tweets suchen kann, die bei Twitter vermutlich längst gelöscht sind. Doof nur, dass nicht alle Twitter-User bei FriendFeed sind&#8230;</p>
<p>Offen gestanden war ich im April skeptisch, ob FriendFeed tatsächlich das Zeug haben dürfte, so viele Benutzer anzuziehen, wie das bislang Twitter gelang. Mir gefiel auch die modernisierte Oberfläche nicht. Ich weiß nicht, ob es meinen Bekannten <a href="http://twitter.com/JoergLand">Joerg Land</a> (ganz rechts im Bild) und <a href="http://twitter.com/Sarik">Sarik Weber</a>  (zweiter von rechts) (beide vom ehemaligen Hamburger Start Up Cellity) ähnlich ging. FriendFeed war und ist für mich eher klassische Middleware, es stellt idealerweise Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Netzwerken her, weil es sich dazwischenklinkt. </p>
<p>Im Nachhinein kann sich das FriendFeed Team glücklich schätzen, Robert Scoble als Fan zu haben. Denn er nutzt Twitter zwar intensiv, in vielen Fällen zieht er aber seine Follower direkt zu FriendFeed rüber, um dort in Echtzeit mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. </p>
<p>Ich kenne wenige Anbieter, mit denen sich verschiedene Netzwerke und Plattformen so geschickt verbinden lassen. Nur ein Dienst fällt mir da spontan ein: <a href="http://www.myonid.de/">myON-ID</a> aus München bietet mit seinem Content-Stream eine ähnliche Funktionalität, wenngleich die Ausrichtung der Plattform eine gänzlich andere ist. myON-ID geht sogar noch einen Schritt weiter: Per &#8220;Copy&#8221; und &#8220;Paste&#8221; kann man seit kurzem Ausschnitte von Internetseiten markieren und mit einem Bookmarklet in den eigenen Content Stream einfügen und kommentieren. </p>
<p>Dass FriendFeed nun an Facebook geht, ist ein perfektes Match und entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Denn die vier FriendFeed-Gründer Paul Buchheit, Jim Norris, Sanjeev Singh und Bret Taylor sind alles ehemalige Google-Mitarbeiter. Ihre Arbeit werden sie nun hinter den künstlichen Mauern von Facebook fortsetzen, abgeschottet von der übrigen Internetwelt und quasi uneinsehbar für Google. Ob es FriendFeed in dieser Form überhaupt noch weiter geben wird, beschäftigt viele seiner Nutzer. Vielleicht gelingt da Facebook ein sensibler Schachzug, nachdem es eher dafür bekannt ist, seine Nutzer vor vollendete Tatsachen zu stellen. </p>
<p>Pikant übrigens ist, dass man bei Facebook neuerdings &#8211; zumindest von den englischsprachigen Seiten aus, das Internet durchsuchen kann und zwar mit der Microsoft-Suchmaschine Bing. Microsoft wiederum ist an Facebook beteiligt. Ob Google nun doch versucht, bei Twitter einzusteigen?</p>
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