Interview mit Markus Albers über “Meconomy”

by Marcus Schuler on 17. Februar 2010

Markus Albers Interview mit Markus Albers über “Meconomy”

Das Experiment von Autor und Journalist Markus Albers läuft seit zwei Wochen: Sein neues Buch ist draussen und er selbst trägt es zu Markte. Direkt. Ohne Umwege als E-Book und App für das iPhone. Bei Thalia, libri und buch.de kann man es ebenfalls herunterladen.

Die Käufer seines Buches macht er automatisch zu Teilnehmern seines Experiments. Schließlich unterstützten sie durch den Kauf ( Euro 9,90) eines elektronischen Exemplars die These des Autors: Unsere Arbeitswelt verändert sich radikal, vor allem für Menschen in Kreativ-Berufen wie den Medien. Als Einzelner, als Selbständiger, als frei arbeitender Journalist, muss man aus der Masse hervorstechen und das Heft selbst in die Hand nehmen. So wie es der 40jährige getan hat, in dem er sein zweites Sachbuch nicht über einen Verlag publiziert hat, der es erst im Herbst herausbringen wollte, sondern es nun selbst anbietet und zugleich Zwischenhandel und Produktion umgeht.

Für zehn Minuten Hintergrund-Infos zum neuen Buch von Markus Albers bitte auf den Play-Button drücken:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Audio-Interview mit Markus Albers

Arbeitsverhältnisse sind nicht mehr auf Dauer angelegt, lebenslanges Lernen wird wichtiger. Sich in die Selbständigkeit zu begeben, sei für Menschen in Kreativ-Jobs noch nie sei es so einfach gewesen wie jetzt. “Das Risiko des Scheiterns wird kalkulierbar”, meint Albers, die Kosten seien heuzutage niedriger. Deshalb propagiert er “ein Leben, das uns Freiheiten, Entscheidungsoptionen und Wege der Selbstverwirklichung eröffnet, die noch vor kurzem undenkbar waren.”

Willkommen in der Meconomy: Wir machen unsere Hobbys zum Beruf und verlegen unseren Lebensmittelpunkt dorthin, wo wir am glücklichsten und produktivsten sind. Wir müssen uns als Marke positionieren, ständig dazulernen und Dinge, die wir nicht gern tun, an Dienstleister in fernen Ländern auslagern. Wir machen uns leichteren Herzens selbstständig, aber vor allem werden wir selbstständiger denken und fühlen. Es wird ein gutes, aufregendes und erfülltes Leben sein, aber nicht jeder wird es führen können. Die Meconomy wird die Gesellschaft in der Mitte spalten.

Auf 300 Seiten geht der40jährige fast schon akrikibisch der Frage nach, wie man sich mit dieser neuen Arbeitswelt arrangieren kann und wie man aus ihr hervorsticht. Er führt Gespräche mit Wissenschaftlern und lässt Menschen zu Wort kommen, die ihre Existenz auf freie Mitarbeit aufgebaut haben und damit offenbar gut leben können. Albers berichtet über seine eigenen Erfahrungen: Wir er selbst vor zwei Jahren den Schritt gewagt und ihn offenbar bislang nicht bereut hat. Wie Facebook, Twitter und Blogs immer wichtiger werden, um wahrgenommen zu werden und auf das eigene Portfolio hinweisen zu können.

“Mecomony – wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden – und warum wir uns jetzt neu erfinden müssen” (Affiliate Link)

Das Buch gibt es nicht als Hard Cover, es steht in keiner Buchhandlung, man kann es nur digital kaufen. Wenn man so will, ist das Buch auch ein Stück Beweis der These von Albers. Bislang hat er 200 Exemplare über seine Website verkauft, bei 400 verkauften E-Books hat er die Unkosten wieder eingespielt.

“Meconomy” ist sorgfältig, griffig und abwechslungsreich geschrieben, als pdf auf dem Smart Phone (Android & iPhone)  liest es sich wider Erwarten flüssig und problemlos. Einige der Thesen und Erkenntnisse kannte ich bereits, viele andere Themenbereiche war mir in dieser Detailtiefe nicht bekannt. In jedem Fall eine Bereicherung.
Prädikat: sehr lesenswert!

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Portrait: SnipClip bringt Sammelalben in’s Netz.

by Marcus Schuler on 16. Februar 2010

Portrait: SnipClip bringt Sammelalben in’s Netz.

Als Kind habe ich mich stundenlang mit diesen Sammelalben beschäftigt. Mit den Nachbarskindern haben wir auf dem Trottoir sitzend um fehlende Bilder gefeilscht. Damit man diese “doofen” Alben voll bekam, half bisweilen nur monetäre Unterstützung. Natürlich nicht zu den üblichen Marktpreisen. Ich glaube, 30 Pfennige hat Ende der 70er, Anfang der 80er solch eine Packung Abziehbilder gekostet.

Angefangen hat es mit der Fernsehserie “Heidi”. Dann wurde man älter und Heide war definitiv eine Mädchenserie, daher ungeeignet, weil un-cool. Es gab die ebenfalls aus Japan kommenden Reihe  ”Captain Future”; schließlich die Bilder alle Manschaften, die 1982  an der Fußball-Europameisterschaft in Spanien teilnahmen. Die Sammelleidenschaft wurde strapaziert. Und mein Taschengeld.  Dann entdeckte ich die Hefte aller Bundesliga-Vereine. Sie kamen immer zum Beginn der Bundesliga-Saison raus. Ich stieg aus dem Sammel-Geschäfts aus. Das wurde zu anstrengend und kostete zuviel.

Das deutsch-amerikanische Start-Up SnipClip hat dieses interessante Geschäftsmodell ins digitale Zeitalter transferiert. SnipClip erlaubt es seinen Nutzern, virtuelle Sammelalben von Videoclips aus  Filmen und TV-Serien zu erstellen und in sozialen Online-Netzwerken wie Facebook einzubinden.
Das im Januar 2008 in München gegründete Unternehmen hat dabei nicht nur das Endkundengeschäft im Blick: Firmen können SnipClip auch als Promotion-Tool einsetzen und so die User mit ihren Produkten in Kontakt bringen. Mit einem der drei Macher, mit Oliver Hanisch, habe ich im vergangenen Jahr dazu ein kleines Interview aufgenommen.  Oliver sitzt für SnipClip im Silicon Valley. Dort wurde das 3-minütige Gespräch aufgezeichnet.

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Und dann hat es Buzz gemacht.

by Marcus Schuler on 13. Februar 2010

Google Buzz Und dann hat es Buzz gemacht.

Google gibt Gas. Der Suchmaschinenriese versucht mit aller Macht, selbst ein erfolgreiches Social Network zu launchen. Wenn der neue Echtzeit-Dienst kein Erfolg wird, dann verpasst das kalifornische Suchmaschinen-Unternehmen womöglich ganz den Anschluss an Facebook, Twitter und Co.

Gestern ist man bei Google zunächst jedoch zurückgerudert. Anstatt eines “Opt-Out-Verfahrens” bei der automatisierten Erstellung einer Follower-Liste, will man jetzt auf ein “Opt-In-Verfahren” umstellen, bei der der Benutzer selbst entscheidet, welche Kontakte er aus seinem Gmail-Adressbuch zu Followern machen möchte.

Produktmanager Bradley Horowitz hat sogar in Aussicht gestellt, Buzz zusätzlich eine eigene Plattform zu spendieren. Diese Aussage wurde allerdings von einer Pressesprecherin des Konzerns teilweise revidiert. Angeblich hat man bei Google auch erwogen, Buzz ganz aus Gmail herauszunehmen. Das scheint aber nach dem gegenwärtigen Stand eher unwahrscheinlich. Man würde freiwillig auf geschätzte 176 Millionen potentielle Benutzer verzichten. Genau so viele, so hat das Marktforschungsunternehmen Comscore errechnet, habe der Gmail-Dienst.

Für die Sendung “Computer und Kommunikation” des Deutschlandfunks habe ich dazu am heutigen Samstag einen kleinen Hintergrundbeitrag gemacht.
Für vier Minuten Wort bitte auf den Play-Button klicken.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Für Google ist der Erfolg von Buzz überaus wichtig. Die Empörung nach den Datenpannen der vergangenen Tage ist zwar groß, doch wenn man in Mountain View nun schnell nachbessert, hat Buzz mittelfristig gute Chancen, zumindest Twitter Konkurrenz zu machen. Für alles weitere – für einen “Angriff” – auf Facebook fehlt Google schlichtweg das Know-How und die Erfahrung.

Mehr dazu in einem Gespräch für dieselbe Sendung des Deutschlandfunks, das wir heute Mittag aufgezeichnet haben. Das Gespräch dauert fünf öffentlich-rechtliche Minuten.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

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Jobangebot: US-Tech-Website sucht Freelancer in Deutschland

Ein renommiertes amerikanisches Tech-Weblog aus dem Silicon Valley sucht in Deutschland eine freie Mitarbeiterin oder einen freien Mitarbeiter. Ziel ist es, die Berichterstattung über die europäische Technologie-Szene in den kommenden Monaten auszubauen. Gefragt sind vor allem fundierte Kentnisse über Produkte, Start-Ups und technologische Entwicklungen hier in Europa.

Es werden perfekte Kenntnisse der englischen Sprache  sowie ein journalistischer Background erwartet. Das Blog ist für seine gründliche und analytische Berichterstattung bekannt und legt Wert auf entsprechende Arbeitsproben sowie den versierten Umgang mit den relevanten Social Media Werkzeugen.

Die Website hat bislang noch keine Freelancer in Europa und möchte beim Aufbau einer möglichen europäischen Infrastruktur zunächst mit einer freien Mitarbeiterin oder einem freien Mitarbeiter, der oder die von Deutschland aus berichtet, starten.

Bewerbungen bitte einfach an meine Email-Adresse:

marcus (.) schuler @ gmail (.) com


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Vorbild BBC – “The Virtual Revolution”

by Marcus Schuler on 31. Januar 2010

Website Vorbild BBC – “The Virtual Revolution”

Gestern lief im britischen Fernsehen auf BBC2 und BBC HD eine neue Dokumentarreihe über die Entstehung und Bedeutung des Internets. Der Titel der ersten Folge lautete “The Great Levelling?”. Darin ging es hauptsächlich um die Entstehung des Netzes, die kulturellen Einflüsse sowie die Auswirkungen des Webs auf unsere heutige Gesellschaft und unser Wirtschaftsleben. Bislang traten US-Vizepräsident Al Gore, HTML-Erfinder Tim Berners-Lee, Apple-Mitbegründer Steve Wozniak, Bill Gates sowie einige andere auf. Insgesamt gibt es vier einstündige Sendungen, die jeweils samstags von 21 Uhr 30 bis 22 Uhr 30 gesendet werden.

Präsentiert werden die vier Folgen von Aleks Krotoski, einer jungen Journalistin, die für die sehr internetfreundliche britische Tageszeitung “The Guardian” schreibt. Sie betreut dort unter anderem den wöchentlichen Technologie-Podcast. Im vergangenen Jahr hat sie im Fach Psychologie promoviert. Thema: Wie sich Informationen über die sozialen Netzwerke des Internets verbreiten.

Moderatorin Aleks Krotoski

Mir gefällt diese neue Doku unglaublich gut. Sie ist allein filmisch hervorragend gemacht -alles ist in HD gedreht, keine Einstellung scheint dem Zufall überlassen, die Bildgestaltung ist für mein Empfinden stimmig und gelungen. Selbst Interview-Szenen, die von der Schulter gefilmt sind und spontan wirken, wurden brillant umgesetzt. Zusammenhänge über die Entstehung des Netztes, seine heutige Bedeutung, werden nachvollziehbar erklärt. Ich bin immer wieder fasziniert, wie es die BBC-Leute schaffen, geschickt einen Zusammenhang herzustellen und beim Zuschauer für ein Aha-Erlebnis sorgen.

Bei solch einer Serie versteht es sich für BBC-Verhältnisse natürlich von selbst, dass das Produktionsteam bloggt und twittert. Außerdem werden alle Quellen, also Websites, Blogs, Foren, Blog-Kommentare aufgelistet und – wo es möglich ist – verlinkt. So sorgt die BBC für weitere kostenlose PR, in dem die verlinkten Blogs vermutlich ihrerseits wieder auf die Sendung verweisen dürften.

Roh Material zum Download

Drehmaterial zum Download und Weiterverwendung

Was für mich aber der eigentliche springende Punkt an dieser Doku-Reihe ist: Ein Großteil des Materials der Reihe darf man als Privatperson herunterladen und nutzen. Dabei sind die Downloads nicht etwa auf das Interview-Rohmaterial beschränkt. Im Gegenteil: Viele Aufnahmen – ein Kollege würde dazu “Beauty Shots” sagen –  Tricksequenzen und eben die Interviews – all dies darf man sich bei der BBC herunterladen, neu zusammenschneiden und auf seine Website stellen. Einzige Bedingungen: Das Material darf nicht kommerziell genutzt werden. Außerdem: Die BBC muss als Quelle genannt werden.

Screenshot aus der BBC Doku "The Virtual Revolution"

Screenshot aus der BBC Reihe "The Virtual Revolution" auf BBC2 und BBC HD

Vorbild BBC

Ich persönlich halte diesen Schritt der BBC, Material öffentlich zugänglich zu machen oder zumindest Teile davon für vorbildhaft. Ich glaube, dass dadurch gerade bei einem jüngeren Publikum die Akzeptanz des Licence Fee (Rundfunkgebühr) gesteigert werden kann. Wenn man schon mit Material auf Facebook und YouTube präsent ist, ist es im Grunde nur noch ein kleiner Schritt, Film- Bild- und Ton-Material für Mash-Ups freizugeben.

Sicherlich dürfte diese Entscheidung manchem Juristen innerhalb der BBC nicht leicht gefallen sein. Andererseits bietet sich das Freigeben von Material, gerade bei solch einem Thema, geradezu an. Einen ganz ähnlichen Weg geht übrigens schon seit längerem NPR (National Public Radio) in den USA, das sich allerdings nicht durch Gebühren sondern Spenden finanziert. Bei NPR erlaubt man zum Teil auch die Weiterverwendung von Audio-Clips und Texten und hat eigens dafür mehrere APIs entwickelt.

Eventuell in der nächsten Woche auch via iPlayer international zu sehen

Schade nur, dass man “The Virtual Revolution” nicht auch in Deutschland sehen kann. Ich habe parallel zur Ausstrahlung versucht, die Sendung im Web via BBC iPlayer zu empfangen, was wegen des Geo-Blockings leider nicht funktionierte. Das könnte sich im Laufe der nächsten Woche ändern.

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appstory.tv launched

by Marcus Schuler on 30. Januar 2010

appstory.tv launched

Diese Woche ist appstory.tv Online gegangen. appstory.tv ist ein gemeinsames Projekt von Kira Song, Michael Reuter, Richard Gutjahr und mir. Dazu entstand auch ein kleiner Promo-Film. Voilà…

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AB-Umfrage via Twitter zum Apple Tablet

by Marcus Schuler on 27. Januar 2010

Post image for AB-Umfrage via Twitter zum Apple Tablet AB-Umfrage via Twitter zum Apple Tablet

Vielen Dank an @gutjahr, @mauisurfer25, @celzer, @codeispoetry, @fiene und @talkabout, dass Ihr spontan an meiner Telefonumfrage zum Apple Tablet teilgenommen habt.

Es ging anfangs  nicht  ganz von alleine, ein wenig musste ich dann doch durch DMs via Twitter nachhelfen und animieren. Dann klappte es aber.

Was erwartest Du von dem neuen Apple Tablet, das in weniger als einer Stunde in San Francisco vorgestellt werden soll?

Für 4 Minuten 33 kurzweilige Meinungen, bitte auf den Play Button klicken:

(PS: Sorry Tim aus London, Dein Handy-Ton war von der Qualität leider zu schlecht. Noch viel Spaß in Davos!) (PPS: Sorry Max aus Berlin, war schon mit dem Schneiden fertig, als Dein Ton einging :-(  )

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Twitter-AB-Aktion: Tel. 08081 95 24 594

by Marcus Schuler on 27. Januar 2010

Telefonaktion Twitter-AB-Aktion: Tel. 08081 95 24 594

Heute ist es also soweit: Um 19 Uhr unserer Zeit wird Apple-Boss Steve Jobs in San Francisco auf die Bühne steigen und einige, für die Tech-Welt vermutlich wichtige  Ankündigungen machen. Darunter wird auch das so genannte Tablet fallen, ein neuartiges Lesegerät,vielleicht am ehesten als überdimensionales iPhone vorstellbar. Angeblich, so war in den vergangenen Wochen häufiger zu lesen, erhoffen sich Verlage aber vor allem die Zeitungen von diesem Tablet einen neuen Schub für ihr “analoges” Zeitungsgeschäft.

Natürlich ist jeder, der sich ein wenig für Technik interessiert, auf das Tablet gespannt. Apple hat es geschafft, die Erwartungshaltung und die Spannung entsprechend zu steigern.

Via Twitter habe ich eine kleine Aktion gestartet und würde mich freuen, wenn Du, geneigte Leserin, geneigter Leser, mitmachst: Hinterlasse auf meinem eigens für diese Aktion eingerichteten Anrufbeantworter eine Nachricht und sage mir, was Du Dir von dem neuen Gerät erwartest – oder auch nicht….. Wird es das Monster-Mega-Telefon-Kindle-Lesegerät-Super-Computer-Gadget?

Es reicht, wenn Du auf dem AB nur Deinen Vornamen hinterlässt, gerne aus welcher Stadt Du anrufst und dann loslegst. (Du kannst natürlich auch darüber abledern, dass Dich das Thema mittlerweile annervt.)

Hier also die Telefonnummer, auf der Du anrufen kannst:

08081 95 24 594

Die Antworten werde ich am späten Nachmittag hier in zusammengeschnittener Form veröffentlichen. Bin gespannt, ob solch eine Aktion in Kombination mit Twitter funktioniert und freue mich auf die Nachrichten!

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DLD10: Aus der Cloud zu GigaOM

by Marcus Schuler on 26. Januar 2010

DLD10: Aus der Cloud zu GigaOM

Das Lob der vielen Redner und Teilnehmer beim diesjährigen DLD des Burda Verlags klingt echt: Amazon-Vize-Präsident Werner Vogels ist bereits zum zweiten Mal in München dabei und meint, der DLD habe sich zu einer der besten Internet-Konferenzen Europas entwickelt. Er komme immer wieder gerne hierher, erzählte er mir gestern abend bei einem Kaffee in der Lobby des Bayerischen Hofs. Wenn der Amazon-Vize über sein Lieblings-Baby, die Amazon Web Services (AWS) spricht, also dem Cloud-Computing Zweig seines Unternehmens, dann ist er nicht mehr zu stoppen. Selten erlebt man einen Unternehmenschef, der so enthusiastisch und mit solcher einer Detailverliebtheit über sein Produkt, das Cloud Computing, redet, wie den 51jährigen Vogels, der aus den Niederlanden stammt.

Die Möglichkeiten, die sich Unternehmen bieten, wenn sie ihre Rechenkapazitäten zu Amazon auslagern sind nach Vogels Worten unglaublich vielfältig – von Hollywood-Studios, die ihre Kinofilme in der Cloud rendern können, um so eigene Kapazitäten freizuhalten bis hin zur schnellen Verfügbarkeit von Datenbank-Speicher, der bei vielen Unternehmen nur zu bestinmmten Zeiten im Jahr anfällt.

Sehr angetan vom DLD scheint auch GigaOM-Chef Om Malik. Er ärgert sich mittlerweile, dass er erst am Sonntag von San Francisco nach München angereist ist. Wenn er wieder eingeladen werden sollte, werde er sicherlich länger beim DLD bleiben. Gleich nach seinem heutigen Panel mit Hulu-Chef Jason Kilar geht es für ihn wieder zurück nach Kalifornien. Denn morgen findet die große Apple Pressekonferenz statt.

Om Malik schätze ich sehr, weil er sich mit seinem Online-Verlag wohltuend abhebt, von den vielen anderen Technologie-Blogs, die es im Silicon Valley gibt. Bei GigaOM gibt es weniger “Schnellschüsse” – Postings, die auf Informationen nach dem Hören-Sagen beruhen, vermeintliche Fakten, die man irgendwo am Rande aufgeschnappt hat und als Gerücht tituliert schnell weiterplappert.

Das Technologie-Blog GigaOM ist alles andere als ein “Schnellsprecher”, es geht mehr in die Tiefe und ist analytischer. Zwar will sein Chef Om Malik nicht preisgeben, wieviele Abonnenten er mit seinem knapp einjährigen “Paid Content Dienst” GigaOM Pro erreicht, er schien aber ganz zufrieden mit dem Zuspruch, seines Zusatzdienstes, der fast schon wissenschaftlich technischen Neuerungen recherchiert und verständlich aufbereitet. Anbei ein kleines, kurzes Video, das ich gestern abend mit Om aufgenommen habe.

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